… naja, aber ihre irgendwie lebendigen Kleingeister kommen als Sportler-Hinz & Medien-Kunz daher und regen sich über 111 Hertha-Fans auf, deren Emotionen überkochten. Was war passiert? Hertha kassierte gegen Nürnberg zum Spielende das 1:2, der Gäste-Keeper verhöhnte die Ostkurvenbevölkerung, worauf einzelne Vertreter in das Stadioninnere wollten. Brigade Orange stellte sich komplett zu blöde an, diesem nicht gänzlich ungewöhnlichen Aufbegehren im Ansatz Einhalt zu gebieten, denn in Reihe 11 winkte ja auch ein Ultra mit ´ner Fahnenstange. Also den Dingen ihren Lauf lassen. El Stratego Preetz gab den Segen. Die eigentliche Bullerei war sicher ausreichend im Stadion vertreten, wahrscheinlich aber gerade Gottschalk-Bärchen für jeweils 2,50 konsumieren. Okay, die Jugend stürmte den Innenraum und zerdepperte ein bisschen Plaste & Elaste. Ist eben nicht die erste Generation der nun 16- bis 22-Jährigen, die niemals was kaputt macht. Müssen wir uns aufregen. “Stadionverbote, mindestens!” Mindestens? Wie sagte ein Kommentator: “Sie haben das Heiligste betreten, den Rasen!” Aufgrund solcher Aussagen kann man erahnen, wie weit ihr Wolkenkuckucksheim von Realo-Wedding entfernt liegt. Ich glaube, mit denen wäre die DDR 41, 42, 43 geworden. Eigentlich wollte ich im April zu Hertha gegen Stuttgart gehen, wahrscheinlich habe ich aber schon Stadionverbot, weil ich an Bild & Co. nicht schnell genug ´ne Solidaritätselektropost gesendet habe.
Zugabe: HSV-Keeper Rost spricht Klartext.